Automatisierung für die Glasindustrie in Sicht

Laut einer aktuellen Studie möchten 79 Prozent der führenden Wirtschaftsentscheider in den USA bis 2020 Robotik in ihre Prozesse integrierenEtwa 82 Prozent der befragten 300 Führungskräfte planen, bis zum selben Datum Künstliche Intelligenz (KI) einzuführen.




Die Studie wurde von Genpact durchgeführt, einer in Chicago ansässigen Unternehmensberatung mit dem Arbeitsschwerpunkt ‚Digitaler Übergang‘. Demnach sind die größten Hindernisse bei der Umsetzung von KI Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit, die Unklarheit darüber, wie KI am effektivsten eingesetzt werden kann und die Barrieren zwischen den einzelnen Abteilungen, die eine Zusammenarbeit verhindern. Genpact zufolge erfordert der Erfolg von KI eine Verlagerung der Unternehmenskultur hin zu mehr Wissen und Offenheit über die Möglichkeiten von KI.

"Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine hat die Kraft, Kundenerlebnisse zu verbessern, den Umsatz zu steigern und neue Arbeitsplätze zu schaffen - aber nur, wenn das Top-Management die Vision hat, Veränderungen proaktiv vorzubereiten und anzunehmen ", sagte N.V. 'Tiger' Tyagarajan, Präsident und CEO von Genpact.

Peter Dixen, CEO von A+W: "Industrie 4.0 wird nicht nur in der Produktion, sondern in der gesamten Wertschöpfungskette von Quote-to-Cash sowie in den Kommunikationsprozessen eines Fensterherstellers oder -händlers, signifikante Veränderungen bringen. Die Fensterfabrik von morgen wird ihre Bestell-, Produktions- und Lieferprozesse selbst organisieren und mit jedem Schritt kontinuierlich optimieren. Dazu gehören produktionsbezogene, dynamische Kostenkalkulationen, autonome Produktionsplanung, vorausschauende Instandhaltung und dynamische Produktion. Es integriert die interne Kommunikation und automatisiert den Informationsaustausch in Echtzeit mit Partnern, Lieferanten und Kunden."

Das US Glass News Network berichtet von einem breiten Schwerpunkt auf Robotik auf der vor kurzem zu Ende gegangenen GlassBuild America Show in Atlanta im September. Ein Unternehmen stellte Roboflow vor, ein automatisiertes Fenster-Handlingsystemmit integriertem Vierpunkt-Schweißer sowie Roboclean, einen Reiniger, der über eine Roboter-Handlingsstation bedient wird. Beide sind von GED Solutions.

Eine andere Firma unter dem Namen ABB Robotics stellte YuMi vor, eine Maschine, die leicht einen Zauberwürfel lösen kann. Laut dem Unternehmen zeige diese Leistung, dass Roboter sich neben menschlichen Mitarbeitern zu Arbeitskollegen entwickeln können.

Roboter, die für den Fenster- und Türenmarkt eingesetzt werden, können nicht nur in der Herstellungsphase, sondern auch in Bauanwendungen eingesetzt werden, wie z. B. beim Einbau von Fenstern und Türen. Blueprint Robotics in Baltimore verwendet eine Roboter Montagelinie, um Wände für modulare Häuser zu montieren. Die Roboter schneiden Öffnungen für Fenster und Türen und setzen sie nach dem Trockenbau, der Verputzung und der Isolierung ein.