Online neue Kundengruppen erschließen


Der E-Commerce erreicht den Mittelstand nur langsam, so eine Untersuchung der KfW. Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland erwirtschaften zurzeit erst vier Prozent ihrer Gesamtumsätze über digitale Wege. Dabei nutzen nur sechzehn Prozent der Mittelständler überhaupt die Möglichkeit, ihre Produkte oder Dienstleistungen online an den Kunden zu bringen. Das heißt: Acht von zehn Mittelständlern erzielen noch keinerlei Umsätze über den digitalen Vertriebsweg.


Die KfW-Analyse zeigt aber auch, dass der digitale Wandel den Mittelstand langsam aber sicher erreicht: Je neuer ein Unternehmen am Markt ist und je jünger der Inhaber ist, desto größere Bedeutung hat der E-Commerce für den Umsatz.

Dabei macht es einen deutlichen Unterschied bei der Performance, ob ein Unternehmen darauf setzt oder nicht: Wie die KfW-Analyse belegt, blicken kleine und mittlere Unternehmen mit ausgeprägten E-Commerce-Aktivitäten zuversichtlicher in die Zukunft und haben darüber hinaus auch ein höheres Umsatzwachstum.


Heute schon überlegen, wo man in Zukunft präsent sein möchte

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, ist der Meinung, dass die KMU die Chancen, die E-Commerce der Wirtschaft eröffne, bisher zu wenig nutzen. Auch wenn sich nicht jede Branche gleichermaßen für E-Commerce eigne, seien die Unternehmen doch auf breiter Front mit sich wandelnden Kundenbedürfnissen konfrontiert. "Ständige Erreichbarkeit, rasche Lieferzeiten, Echtzeitberatung, individuelle Angebote, Benutzerfreundlichkeit oder Mobilfähigkeit werden zunehmend nachgefragt – sowohl von Endverbrauchern als auch von Unternehmenskunden. Digitale Vertriebskanäle könnten hier für viele Mittelständler die Antworten liefern", so Zeuner. Zudem könnten online Umsätze generiert werden, die auf klassischem Vertriebsweg nicht zustande gekommen wären – etwa durch die Erschließung neuer, digital-affiner Kundengruppen oder eine regionale Verbreiterung des Absatzgebietes.

Für Tobias Kollmann und Holger Schmidt, Autoren des Buches "Deutschland 4.0 - Wie die Digitale Transformation gelingt" ist die Digitalisierung von Industrie und Mittelstand unausweichlich. Dafür nennen sie drei Gründe:

Der (potenzielle) Kunde nutzt das Internet zunehmend für geschäftliche Entscheidungen.
Der nationale und internationale Wettbewerb nutzt zunehmend das Internet für die Abwicklung von Geschäftsprozessen.
Die Anbieter von digitalen Geschäftsmodellen beeinflussen zunehmend die reale Handelsebene und werden auch zu realen Produktanbietern und Dienstleistern.


Die Autoren raten dazu, die Digitalisierung "am anderen Ende" der Produktionskette zu beginnen: Nämlich sich zuerst zu fragen, "was die digitalen Kunden möchten, wie das passende Produkt aussehen könnte und erst wenn das feststeht, auch die Produktion danach ausrichten."

Quelle: www.springerprofessional.de


Worauf warten Sie also noch?

Online-Bestellung: Eine wertvolle Dienstleistung für Ihre Kunden!

Haben Sie schon einmal daran gedacht, Ihre Produkte über einen modernen Webshop anzubieten? Wie können Sie das in der Glas- und Fenster Industrie umsetzen?

Lesen Sie in unserem Artikel 5 Tipps zur erfolgreichen Einführung eines Online-Konfigurators für Haustüren oder Gläser einige interessante Hinweise zur Einrichtung eines Webshops mit online-Konfigurator!