Smart Cars und Smart Factories

Daten intelligent nutzen


Was hat ein moderner Glasveredeler oder Fensterbauer auf dem Weg zum Internet of Things mit einem Smart Car zu tun? Smart Cars, Smart Factories, Smart Home – eines haben sie alle gemeinsam: Sie funktionieren auf Grundlage umfangreicher Datenplattformen, die intelligent und schnell Daten aufnehmen, verarbeiten und zur Nutzung bereitstellen.


Um jederzeit richtig reagieren zu können, verfügt ein Smart Car über eine Fülle unsichtbarer Sensoren, Kameras und anderer digitaler Informationsquellen, die permanent nur eines tun: Daten sammeln, auf deren Basis in Echtzeit korrekte Entscheidungen getroffen werden können.

Smart Cars sind Kommunikationskünstler, Smart Cars sind vorausschauend, Smart Cars können Leben retten. Wie machen die das?

Thema Schutzengel: Ein Smart Car hat oft nebst anderen nützlichen Dingen einen Abstandstempomaten, auch ACC (Automatic Cruise Control) genannt mit Notbrems Funktion, am besten kombiniert mit einem Spurhalteassistenten oder Lane Assist.

ACC regelt permanent den gewünschten Abstand zum Vorausfahrenden, bestimmt die Geschwindigkeit selbsttätig bis zum Stillstand; der Lane Assist lenkt dabei wenn nötig aktiv mit. Bremst ein vorausfahrendes Fahrzeug abrupt ab oder läuft dem Fahrer in der Stadt ein Fußgänger vor die Kühlerhaube, trifft sein Schutzengel-Auto binnen Millisekunden ein ganzes Bündel von lebensrettenden Entscheidungen bis hin zur Vollbremsung.

Vorher hat es bereits die Sicherheitsgurte vorgespannt, die Bremsen elektromechanisch für die Vollbremsung optimiert, elektrische Sitze in eine aufrechte Position gebracht sowie die Fenster und das Schiebedach geschlossen. Wenn das nicht smart ist!

Zur Erkennung eines solchen Notfalls verfügt das Smart Car über eine Fülle unsichtbarer Sensoren, Kameras und anderer digitaler Informationsquellen, die permanent nur eines tun: Daten sammeln. Ohne die geht es nicht.

Denn es gibt keinen roten Draht vom Front-Radarsensor zum Bremsassistenten, über den im richtigen Moment die Anweisung "Notbremsung!" geschickt wird: Voraussetzung für dieses Signal ist vielmehr vollständige Transparenz über den aktuellen Zustand des Autos und der Fahrbahn vor ihm.

Diese Transparenz kann nur durch die intelligente Auswertung der gesammelten Daten des Schutzengel-Autos hergestellt werden. Erst nach Millionen von Berechnungen auf Basis der wohlgefüllten und bestens organisierten Datenplattform des Fahrzeugs werden die lebensrettenden Aktionen ausgelöst. Keine Angst, das dauert, wie gesagt, nur Millisekunden.

 

Was hat das mit meiner Fertigung zu tun?

Ganz einfach: Sie funktioniert im Prinzip genauso. Gut, vielleicht heute noch nicht so ganz, aber Sie sind auf dem Weg dahin. Zu Ihrer Smart Factory. In das Internet of Things (IOT). Oder zu Industrie 4.0. - gleichgültig, ob Sie Glas bearbeiten oder Bauelemente herstellen.

All diese Buzzwords bedeuten das gleiche: Eine auf Basis digital erzeugter und intelligent genutzter Daten gesteuerte automatisierte Umgebung, in der permanent multidirektional kommuniziert wird. Die Konzeption und Umsetzung solcher Umgebungen, resp. Unternehmen in der Glasveredelung ist eine der Kernkompetenzen der Firma A+W.

Damit Sie die Vorteile des ‚Internet of Things’ nutzen können, arbeitet A+W intensiv an der notwendigen Datenplattform – wie wir am Beispiel oben gesehen haben, steht sie im Zentrum jeder smart vernetzten digitalen Kommunikation und jeder dadurch ausgelösten Prozesskette (es muss ja nicht immer eine kritische Situation sein).

Jede Roboterbewegung, jede automatisierte Bearbeitung durch eine CNC-Maschine, jede Früherkennung einer Störung funktioniert über die zentrale Datenbasis: Die A+W IOT Plattform wird für viele Unternehmen zum Datenstandard werden.

 

A+W Internet of Things – Ihr Nutzen

Vernetzte Produktion inkl. Status- und Lagerrückmeldung über mehrere verbundene Werke und Standorte hinweg, Anzeige von Maschinenstati online und in Echtzeit, intelligente Maschinennetzwerke, die automatisch und dynamisch Glasströme über mehrere Linien hinweg verteilen - A+W implementiert in Produkten und Kundeninstallationen bereits seit vielen Jahren Konzepte und Ideen, die heute unter den genannten Buzzwords zunehmend auch von der Glas- und Fensterbranche eingefordert werden.

Doch mit zunehmender Digitalisierung und damit immer breiterer Datenbasis erschließen sich Möglichkeiten, die weit über gegenwärtige Technologien hinausgehen: Bestell-, Produktions- und Lieferprozesse werden sich auf Basis einer einheitlichen Datenplattform immer mehr selbsttätig organisieren und mit jedem Prozessschritt kontinuierlich optimieren. Dazu gehören produktionsnahe, dynamische Kostenkalkulation und autonome Fertigungsplanung ebenso wie selbst organisierende dynamische Produktion.

Sämtliche kaufmännischen und produktionsbezogenen Prozesse sind miteinander vernetzt – "from quote to cash". Maschinen kommunizieren miteinander, mit Menschen, mit Werkstücken, mit Softwaresystemen auf Basis einer einheitlichen Datenplattform. Das Werkstück gibt auf Wunsch Auskunft darüber, was als nächstes mit ihm gemacht werden soll. Die Kommunikation geht über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus: Glasbruch beim Fensterbauer triggert ohne Umwege die Nachproduktion beim Isolierglas-Partner – der Verpackungsroboter im Isolierglaswerk kommuniziert direkt mit dem Verglasungsroboter des Bauelemente-Partners.

Die Produktion ist immer mehr von intelligenten Schnittstellen geprägt. Der Programmieraufwand an den Maschinen entfällt, die Durchlaufzeiten werden geringer. Mit Schnittstellen wie A+W CAM-DXF können die Produzenten heute in der gleichen Zeit die doppelte Menge produzieren – denken wir an die moderne Generation von CNC-Maschinen, die immer mehr im schnellen Durchlaufverfahren arbeiten, aber erst durch intelligente bidirektionale Schnittstellen ihre volle Leistungskraft ausspielen können. Es fließen Informationen von der Maschine zurück, auf die wiederum die Steuerungssoftware reagieren kann.

Entscheidend für diesen breiten Kundennutzen ist die Datenaggregation und –auswertung über sämtliche Prozesse, für die A+W die Plattform A+W IOT schaffen: A+W entwickelt einen Datencontainer, der aus allen Unternehmensbereichen gefüllt wird, sei es aus dem ERP-System oder einzelnen Maschinen. Diese Datenplattform ermöglicht die durchgehende Verfolgung und Kontrolle sämtlicher Unternehmensprozesse und damit die intelligente Kommunikation, die eine Industrie 4.0 Fertigung erst ermöglicht.

A+W IOT Plattform

  1. ‚Großhirn‘ einer Smart Factory
  2. Ermöglicht eine Sammlung, Verarbeitung, Kanalisierung, Weiterleitung, Speicherung, Auswertung und Analyse von strukturierten und unstrukturierten Daten
  3. „Ganzheitlicher Erkenntnisspeicher“ zur intelligenten Kommunikationssteuerung in komplexen Umgebungen
  4. Plattform für zentrale Speicherung und Verarbeitung von Daten aus verschiedensten Quellen – Computern, Maschinen, Dokumenten, Menschen – in verschiedenen Ausgangs- und Zielformaten
  5. Basierend auf Daten können Aktionen ausgelöst werden - Workflow basierend auf Daten und / oder Zuständen (bspw. Schwellwerte)
  6. Ausgerichtet auf Problemstellungen moderner Firmen rund um die Themen Industrie 4.0, Traceability und Enterprise Content Management